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Donnerstag, 24. März 2005

Gen-Mais illegal verkauft

23.03.2005 - Biowissenschaft

Gen-Mais illegal verkauft

Syngenta hat jahrelang nicht zugelassenen Mais vertrieben und wahrscheinlich auch nach Europa exportiert.

Wirksame Kontrollmechanismen sehen anders aus: Irrtümlicherweise hat der Agrokonzern Syngenta seit vier Jahren nicht zugelassenen genmanipulierten Mais in den Handel gebracht. Der Vorfall wurde geheim gehalten und sei den US-Behörden bereits im Dezember letzten Jahres bekannt gewesen, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature.

Bei der Maissorte handelt es sich um sogenannten Bt10-Mais. In die Pflanze ist ein Gen des Bodenbakteriums Bacillus thuringensis eingebaut worden – es soll vor Insektenfraß schützen. Während die ähnliche Sorte Bt11 etwa in Europa und Japan zugelassen ist, fehlt die Zulassung für Bt11. Syngenta vertrieb nach Angaben von Nature zwischen 2001 und 2004 mehrere hundert Tonnen des Bt10-Saatguts.

Auch wenn der Mais als unbedenklich gilt, wirft der Vorfall ein schlechtes Licht sowohl auf Syngenta als auch die amerikanische Regierung. Außerdem verweigert Syngenta die Bekanntgabe der Länder, in die der Bt10-Mais exportiert wurde. Jetzt wird geprüft, ob Vorschriften missachtet wurden.

Quelle:
http://www.natur.de/sixcms/detail.php?id=164166

Studie lässt Gen-Pflanzen schlecht aussehen

Studie lässt Gen-Planzen schlecht aussehen

Hamburg, 23.03.2005: Die umfangreichste Studie weltweit zu Gen-Pflanzen und den Folgen ihres Anbaus für die Natur ist gestern in London vorgestellt worden. Nach dieser Untersuchung geht es Vögeln und Bienen in Feldern mit herkömmlicher Rapsbepflanzung deutlich besser als auf Äckern, auf denen Gen-Raps wächst.


Die Studie präsentiert die Ergebnisse der über vier Jahre gelaufenen Farm Scale Evaluation (FSE), die von der britischen Regierung initiiert wurde. Auf den Feldern mit genmanipuliertem Winterraps fand man weniger Samenkörner laubblättriger Unkräuter. Gerade von ihnen ernähren sich jedoch die Vögel auf dem Land. Auf den Feldern konnten auch nur halb so viele Bienen und sogar zwei Drittel weniger Schmetterlinge gezählt werden. Als Vergleich dienten Felder mit traditionellem Winterraps.

"Es ist keine Überraschung, dass die Untersuchung in Großbritannien die negativen Auswirkungen für die Umwelt bestätigt hat", sagt Sarah North, Gentechnikexpertin bei Greenpeace Großbritannien. "Schon ein flüchtiger Blick nach Argentinien, Kanada oder in die USA, wo Gen-Pflanzen seit Jahren angebaut werden, zeigt, zu was für einem Albtraum Gen-Pflanzen sich entwickelt haben: Farmer mussten die Landwirtschaft aufgeben, immer mehr Unkrautvernichtungsmittel müssen gespritzt werden, herkömmliche Nutzpflanzen wurden im großen Maßstab kontaminiert, Super-Unkräuter breiten sich aus und angeblich sicheres Gen-Food musste zurückgerufen werden."




Autor: Greenpeace e.V.